FAQ

Alles angeschaut, durchforstet und immer noch offene Fragen?
Dann erstmal DANKE für das Interesse und vielleicht helfen ja die folgenden FAQs.

Was ist der Unterschied zwischen RHYTHLANCE.CH und RHYTHMUS.CH?
www.rhythmus.ch ist die Hauptseite von Reto Jäger mit den verschiedenen Angeboten in den Bereichen: Musik, Rhythmus, Teamentwicklung und Timeout. Rhythlance ist der Name für das Unterrichtskonzept in ethnischer Perkussion in den Bereichen Schule und Weiterbildung.

Mit der Adresse www.rhythlance.ch werden Sie direkt auf www.rhythmus.ch geleitet.

Was ist eigentlich ethnische Perkussion?
Ethnische Perkussionsinstrumente sind grundsätzlich Instrumente aus andern Ethnien. Somit unterscheiden sie sich von Instrumenten die wir zu unserem eigenen Kulturkreis zählen.

Als Verbindungsglied zwischen den eigenen und fremden (ethnischen) Perkussionsinstrumenten, wurde vor über 100 Jahren das Schlagzeug geboren. Zum einen  war da das  Bedürfnis, beim Spielen sitzen zu können um die Füsse frei zu bekommen. Zum andern, entstand die Idee, alle Trommeln in einem Halbkreis um sich herum aufzustellen. Das ermöglichte einer einzelnen Person mehrere Trommeln aus verschiedenen Ethnien alleine und gleichzeitig spielen zu können.

In dieser Zusammenstellung der Trommeln, also einem sog. Drumset, vertraten die Toms oder Tomtoms die chinesische Kultur sowie den afrikanischen Kontinent, die Snare und Pauke die europäische, westliche Kultur und Hi Hat, Becken und Gongs die türkische und asiatische Welt.

Somit kennen wir bei uns eigentlich vier Gruppen von Perkussionsinstrumenten:
1. Klassische Perkussion (Pauke, Triangel, kleine Trommel etc.)
2. Drumset (Snare, Tom, Hi Hat etc.)
3. Folklore und kultureigene Instrumente (Chleveli, Waschbrett, Schlaghölzer etc.)
4. Ethnische, fremde Instrumente (Conga, Tabla, Djembe etc.)

Das heisst, unter ethnischen Perkussionsinstrumenten verstehen wir eigentlich alles ausser dem Schlagzeug, der klassischen Perkussion und den uns eigenen, traditionellen Instrumenten. Somit wird deutlich, dass der Begriff ethnische Perkussion die weitaus grösste Gruppe an Perkussionsinstrumenten zusammenfasst. Hier ist zu ergänzen, dass ethnische Instrumente, die sich schon sehr lange in unserem Kulturkreis „aufhalten“, aber nicht hier „geboren“ sind, mit der Zeit zu unserer eigenen Kultur gehören. So werden z.B. lateinamerikanische Congas, verschiedene Glocken sowie Bongo und Maracas oft zum europäischen Popinstrumentarium gezählt.

Was macht der KREIS im DrumCircle?

Gibt es männliche und weibliche Trommeln?
Nein, eigentlich nicht. In verschiedenen Kulturen haben die Trommeln männliche oder weibliche Namen, was aber nichts über die Genderrolle im musikalischen Kontext aussagt.
Jedoch können wir heute die Trommeln ungeachtet dieses musikalischen Kontextes, sondern nur an Hand ihrer Spiel- und Bauart in zwei Geschlechtergruppen aufteilen:

„Männliche“ Spielweise

Die Position beim Spielen einer Djembé, Conga, Atabaque oder Kpanlogo etc., ist vertikal ausgerichtete Energie von oben nach unten. Diese Trommeln sind oft mit nur einem Fell bespannt, also unten offen. Die senkrechte Spielweise, ob umgehängt, sitzend oder auf einem Ständer fixiert, symbolisiert in den jeweiligen Kulturen die Ausrichtung zwischen Himmel und Erde. Dieses Streben nach oben und Verbinden nach unten, diese phallische Ausrichtung der Energie und der Instrumentenform, ist in ihrer Symbolik männlich.

„Weibliche“ Spielweise

Eine ganz andere, viel ältere Form des Trommelns ist die horizontale Spielweise. Hierbei kann die Trommel umgehängt, auf einem Ständer fixiert oder stehend gespielt werden.
Vertreter dieser Spielweise sind z.B. die koreanische Tschango, die europäische Pauke der Marschmusik oder die kubanische Bata.

Alle diese Trommeln haben zwei Felle und werden mit Stock und/oder von Hand gespielt. Diese Doppelfelltrommeln werden entweder an einer Seite angeschlagen, während auf der anderen Seite das Resonanzfell mitschwingt, oder sie werden auf beiden Seiten gespielt und kennen zudem die Möglichkeit, beide Felle gleichzeitig anzuschlagen. Der so entstehende bauchige Ton führt klanglich gesehen zu einer „Schwängerung“ der Trommel; der Klang wird in der Mitte gestaut, wächst an und bringt beide Felle zum schwingen.

 

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